Serendipity IV

On Surroundings

 

upcoming

31.07.2019

Miriam Rutherfoord - Joke Schmidt - Andrea Zimmermann

Serendipity III

past

Serendipity III - Amenities

 

Sofía Durrieu and Manuel Queiró

 

 

 

Commodities (apartment pathos)

 

I wake up and I make myself some coffee. I think it’s early in the morning -or evening, he guessed by the amount of light passing through the small gap (between) the curtains- I’m not quite sure. I haven’t been out of the house or spoken to anyone in 84 days.

We are inside the apartment, a cozy place. Music is playing softly in the background and even if ashes of cigarettes lie around here and there, the scent is flowery, fresh, strong and maybe even sophisticated.

 

Manuel Queiró and Sofía Durrieu’ s show is a scene inside of an apartment. It proposes to look under a different light at what is the closest to us.

Once the code of the white exhibition cube is left aside, and we find ourselves in a familiar environment, how does a work inscribe itself in it and how does a “spectator” react to it?

 

The aim is to transform the art space -through an immersive experience- into a common everyday life situation: the inside of a house -more specifically of an apartment- is the landscape where our comfort rules, privacy makes its nest, the natural environment where everything is designed and regulated. In this setting, made very much at our own measure and thought to solve our needs, our feelings and little stories seem to take part just as another asset, a new kind of commodity.

 

The sugary feelings, the depth in the cliché figures of nostalgia, the disturbing in the most common things, the estrangement in what’s familiar are the vehicles to treat dynamics regarding intimate relationships, solitude included.

The iconography they work with is widely recognizable, available to us all. The eerie presence of a suit, the little dance made as an attempt to re-structure the weight of time (and therefore space) are a few examples of it.

 

 

Commodities (apartment pathos)

9th of June – 28 of June 2019

Reaktor space – Zurich - Switzerland

 

FIRST CONNECTION

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FIRST CONNECTION

 

mit Studierenden vom Kunstkurs: Fiktion und künstlerische Recherche

 

ETH // Architektur und Kunst // Professur Karin Sander //

Fiktion + künstlerische Recherche mit Riikka Tauriainen

 

Ausstellung im REAKTOR 31. Mai bis 01. Juni 2019

SERENDIPITY II

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SERENDIPITY II

 

Eva Linder - Ana Vaz & Tristan Bera

 

Ausstellung im REAKTOR 02. Mai bis 24. Mai 2019

SERENDIPITY I

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SERENDIPITY I

 

Matthias Gabi, Huber.Huber, Alexandra Navratil, Simon Schwyzer, Hayahisa Tomiyasu, Anouk Tschanz

 

Ausstellung im REAKTOR 04. April bis 19. April 2019

 

Bekanntlich existiert keine treffende deutsche Übersetzung des Ausdrucks “serendipity”. Als “Serendipität” nicht minder kryptisch eingedeutscht, aber umschreibend wird der Begriff etwa als “zufällige Beobachtung eines zunächst nicht gesuchten Umstandes, die auf vorausgehender Forschungstätigkeit beruht” erläutert. Serendipität stellt sich also nicht absichtslos als Verbindung zwischen mehreren menschlichen und nicht-menschlichen Akteur_innen schlichtweg ein. Sie wird vielmehr durch eine auf ein anderes Ziel gerichtete, intellektuell-körperliche Untersuchung angeregt und manifestiert sich dabei prozesshaft. Dass ausgerechnet der britische Schriftsteller, Politiker und Künstler Horace Walpole (1717–1747) den Begriff 1754 erstmal prägte, worauf er sich nach und nach in den wissenschaftlichen Sprachgebrauch einbürgerte, lese ich bei Wikipedia nach. Zweihundert Jahre nachdem Walpole in seinen Briefwechseln erstmals von “serendipity” sprach, publizierte Ian Christie die monographische Abhandlung “Horace Walpole: The Gossip as Historian” (1954) um in einer Würdigung von Walpoles schriftstellerischem Esprit dessen allfällige Unzulänglichkeiten als Historiker aufzuwiegen. Dabei sind gerade beim “Surfen im Internet […] Serendipitätseffekte” relevant. Sie bezeichnen die “Fähigkeit eines Informationssystems, trotz eines Überangebots von Daten nützliche Informationen zu finden”. Diese Fähigkeit lässt sich gar als mathematische Gleichung darstellen:

 

 

 

 

 

 

 

Die von Céline Brunko und Oliver Brunko gemeinsam kuratierte Ausstellung und die darin versammelten künstlerischen Positionen entziehen sich im Unterschied zu ‘Informationssystemen’ zum Glück der Rationalisierung, dennoch ist ihr Serendipitäts-Quotient einzeln wie im Zusammenspiel hoch. Von unterschiedlichsten Ausgangspunkten herkommend, liegt den gezeigten Arbeiten allgemeiner das geteilte Motiv technische oder situativ-räumliche Bedingungen eines (fotografischen) Belichtungs- oder Einschreibungs-Prozesses auszuloten zugrunde. Die künstlerischen Untersuchungen ‘ent-wickeln’ dabei anhand von Artefakten unerwartete Bedeutungsebenen. In ästhetischer Auseinandersetzung befragen die versammelten Fotografien, Videos oder Installationen Abbildbarkeit ebenso wie Abbildhaftigkeit. Während die Werke untereinander in Dialog treten, entzieht sich jedes einzelne in medialen Übersetzungsprozessen – mal tautologisch, mal performativ bewusst eindimensionaler Lesart.

 

Gabrielle Schaad (April, 2019)

SERENDIPITY I

 

Matthias Gabi, Huber.Huber, Alexandra Navratil, Simon Schwyzer, Hayahisa Tomiyasu, Anouk Tschanz

 

Ausstellung im REAKTOR 04. April bis 19. April 2019

 

Bekanntlich existiert keine treffende deutsche Übersetzung des Ausdrucks “serendipity”. Als “Serendipität” nicht minder kryptisch eingedeutscht, aber umschreibend wird der Begriff etwa als “zufällige Beobachtung eines zunächst nicht gesuchten Umstandes, die auf vorausgehender Forschungstätigkeit beruht” erläutert. Serendipität stellt sich also nicht absichtslos als Verbindung zwischen mehreren menschlichen und nicht-menschlichen Akteur_innen schlichtweg ein. Sie wird vielmehr durch eine auf ein anderes Ziel gerichtete, intellektuell-körperliche Untersuchung angeregt und manifestiert sich dabei prozesshaft. Dass ausgerechnet der britische Schriftsteller, Politiker und Künstler Horace Walpole (1717–1747) den Begriff 1754 erstmal prägte, worauf er sich nach und nach in den wissenschaftlichen Sprachgebrauch einbürgerte, lese ich bei Wikipedia nach. Zweihundert Jahre nachdem Walpole in seinen Briefwechseln erstmals von “serendipity” sprach, publizierte Ian Christie die monographische Abhandlung “Horace Walpole: The Gossip as Historian” (1954) um in einer Würdigung von Walpoles schriftstellerischem Esprit dessen allfällige Unzulänglichkeiten als Historiker aufzuwiegen. Dabei sind gerade beim “Surfen im Internet […] Serendipitätseffekte” relevant. Sie bezeichnen die “Fähigkeit eines Informationssystems, trotz eines Überangebots von Daten nützliche Informationen zu finden”. Diese Fähigkeit lässt sich gar als mathematische Gleichung darstellen:

 

 

 

 

 

 

Die von Céline Brunko und Oliver Brunko gemeinsam kuratierte Ausstellung und die darin versammelten künstlerischen Positionen entziehen sich im Unterschied zu ‘Informationssystemen’ zum Glück der Rationalisierung, dennoch ist ihr Serendipitäts-Quotient einzeln wie im Zusammenspiel hoch. Von unterschiedlichsten Ausgangspunkten herkommend, liegt den gezeigten Arbeiten allgemeiner das geteilte Motiv technische oder situativ-räumliche Bedingungen eines (fotografischen) Belichtungs- oder Einschreibungs-Prozesses auszuloten zugrunde. Die künstlerischen Untersuchungen ‘ent-wickeln’ dabei anhand von Artefakten unerwartete Bedeutungsebenen. In ästhetischer Auseinandersetzung befragen die versammelten Fotografien, Videos oder Installationen Abbildbarkeit ebenso wie Abbildhaftigkeit. Während die Werke untereinander in Dialog treten, entzieht sich jedes einzelne in medialen Übersetzungsprozessen – mal tautologisch, mal performativ bewusst eindimensionaler Lesart.

 

Gabrielle Schaad (April, 2019)

Exhibitions